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30.6.09 Recke. Nachdem es konkret vor drei, vier Wochen erste Kontakte gegeben hatte, und es schon lange Zeit die Idee gegeben habe, in Recke eine FDP gründen, wurde das Vorhaben jetzt in die Tat umgesetzt. Der erste Vorsitzende Michael Stroot (41), der Zweite Vorsitzende Thomas Hermann (50), Schatzmeister Karl-Heinz Schweizer (65) und Schriftführerin Susanne Stroot (42) erläuterten im Gespräch mit unserer Zeitung, was sie zu dem Schritt bewogen hat. “Erste Gespräche hat es vor fünf Jahren schon gegeben, aber da ist das Vorhaben bei uns noch an Zeitmangel gescheitert”, sagt Michael Stroot. “Jetzt haben wir es angepackt, wenn auch auf den letzten Drücker.” In Recke sei das ein historischer Schritt, denn eine FDP habe es dort bisher noch nie gegeben. Und die Vertreter der blau-gelben Partei sind selbstbewusst. “Wir stehen für mehr Demokratie”, sagt Michael Stroot. “Wir wollen eine bürgerliche Alternative zur CDU bieten.” Es gelte, die absolute Mehrheit der CDU zu verhindern. “Wir wollen, dass Recke an Attraktivität gewinnt und sich weiter entwickelt, sagt Thomas Hermann. Die Recker FDP verstehe sich als bürgerliche Partei, erklärt der Obersteinbecker. Viele hätten den Eindruck, dass gute Ideen nicht gehört würden. Ob beabsichtigt oder nicht, es sei doch eine Atmosphäre da, in der viele Bürger glaubten, dass man nicht unbedingt eine Chance habe, sich politisch mit seinen Ideen einzubringen. “Wir wollen, dass die Bürger das Gefühl haben, aktiv mitmachen zu können” so Hermann. Man werde sehr konkret auf Machbarkeit achten und auch unbequemen Fragen Gehör verschaffen. “Wichtig ist die Offenheit”, sagt Susanne Stroot.
Sehr ermutigt sieht sich der Vorstand der Recker FDP vom Europawahlergebnis und von den Rückmeldungen, die die Aktiven in den vergangenen zwei bis drei Wochen bekommen haben. “Viele haben gesagt: endlich!”, so Thomas Hermann. Er sieht auch realistische Chancen, dass die in Recke noch junge FDP zur Kommunalwahl alle Wahlkreise besetzen kann.Ohne sich in den politischen Details schon jetzt festlegen zu wollen, betonen die Freien Demokraten, dass sie keinen Konfrontationskurs mit dem bestehenden bürgerlichen Lager in Recke wollen. “Wir setzen auf Zusammenarbeit, das ist historisch für die FDP”, so Thomas Hermann. “Wir glauben, dass das der Politikstil unserer Zeit ist.” Und Karl-Heinz Schweizer bekräftigt: “Wir sind richtige Teamspieler, auch mit anderen Gemeinden.” Man könne sich zum Beispiel auf vielen Feldern eine Zusammenarbeit mit anderen Kommunen vorstellen. Man wolle sehr sachorientiert arbeiten. Auch, wenn das Wort wirtschaftsliberal im Moment nicht sehr beliebt sei, so müsse doch auch eine Gemeinde wirtschaftlich arbeiten.
Zur Wahlversammlung lädt die Recker FDP am Donnerstag, 9. Juli, ins Gasthaus Greve ein. Dann sollen die Kandidaten für die Wahlkreise aufgestellt werden. Dazu sind alle Interessierten eingeladen. Auch ohne Parteibuch könne man für die FDP antreten. Chancen rechnen sich die Freien Demokraten auf zwei Sitze im Gemeinderat aus. VON CORNELIA RUHOLL, IBBENBÜREN
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