Noch keine optimale Lösung (2018)

Letzter offizieller Stand zum Thema Spielplatz an der Overbergschule.

Protokolleintrag der letzten Ratssitzung vor der Sommerpause in 2017 (29.06.2017) unter Punkt 6.7:

„Ratsmitglied Glaßner bittet um die zeitnahe Veröffentlichung der Nutzungszeiten. Bürgermeister Kellermeier gibt bekannt, dass die Anbringung des entsprechenden Schildes in den nächsten Tagen erfolgen werde. Weitere Wortmeldungen werden nicht erhoben."

 

Jetzt ist der Spielplatz wieder geöffnet. Das nebenstehende Foto wurde im Januar 2018 aufgenommen. Bei der Gelegenheit konnten wir auch mit einem Anwohner sprechen. Dabei wurde für uns deutlich: Eine völlige Abschottung des Spielplatzes war keine ausgewogene Lösung. Andererseits die Anwohner mit Jugendlichen, die sich teilweise - nicht alle natürlich - ausgesprochen unsozial und respektlos verhalten, allein zu lassen, ist es aber auch nicht. Das Thema muss erneut in den Sozialausschuss. Offenbar ist Sozialarbeit ist gefragt.

Aktueller Stand im Januar 2018. Frei für Kinder bis 12 Jahre.
Aktueller Stand im Januar 2018. Frei für Kinder bis 12 Jahre.


Trotz guten Spielwetters müssen Kinder noch warten - Situation im Frühjahr 2017

Auch nach der Ratssitzung vom 31. März bleibt der Spielplatz an der Overbergschule nach Schulschluss für Kinder bis 12 Jahre vorerst noch geschlossen. Bürgermeister Kellermeier erklärte dazu in der öffentlicher Sitzung, dass noch kein Gesprächstermin mit den Anliegern stattgefunden habe, zumal von dort sowohl  die Aussage, man wolle nicht mehr miteinander als auch man wolle doch noch miteinander reden zu erfahren gewesen sei.

Ein solches Gespräch sei ja vom Sozialausschuss ausdrücklich gewünscht worden. Dem Vernehmen nach scheinen die Ratsmitglieder aller Parteien sich darin einig zu sein, dass der Schulhof in gewohnter Weise weiterhin Spielstätte für Kinder bis 12 Jahre bleiben muss. Das ist selbstverständlich auch unsere FDP-Position.

Die angrenzenden Anwohner beklagen eine negative Veränderung des Verhaltens der spielenden Kinder in den letzten Jahren. Vorrangig sind damit wohl Jugendliche gemeint, für die der Spielplatz allerdings auch gar nicht gedacht ist. Dieses Problem sollte allerdings weiter beraten und auch gelöst werden. 

Endlich wieder draußen spielen - auch nach Schulschluss
Endlich wieder draußen spielen - auch nach Schulschluss


Immer noch keine tragfähige Lösung für Spielplatz an der Overbergschule

Der Sozialausschuss konnte in seiner letzten Sitzung vom 07. März 2017 noch keine Lösung der selbst eingebrockten Probleme mit dem Spielplatz der Overbergschule erarbeiten. Leider haben wir Recker Freidemokraten in diesem Ausschuss keine Stimme. Wir hätten uns gerne klar gegen einen Beitrag von Bernhard Gerweler (CDU) gewandt, der äußerte: „Wenn wir die Tore einfach aufmachen, können wir unseren Ratsbeschluss verbrennen, da machen wir uns unglaubwürdig.“ Wie kommt der Mann nur zu so einer Ansicht? Genau das Gegenteil ist richtig. Wir machen uns unglaubwürdig, wenn wir einen Irrtum nicht korrigieren. Wohlgemerkt, es geht hier nicht einmal um die Öffnung der neuen Ballspielfläche, sondern um den übrigen Spielplatz. Vor der erfolgten Baumaßnahme konnten hier Recker Kinder bis zum 12ten Lebensjahr bis 20.00 Uhr jeden Tag spielen – und das länger als ein halbes Jahrhundert lang.

Klar dürfen die Anlieger des Spielplatzes erwarten, dass Belästigungen durch Teenager unterbunden werden, mehr aber nicht. Als Gemeinde haben wir nämlich dafür zu sorgen, dass Kinder in ihrem Wohnumfeld Spielflächen in unmittelbarer Nähe vorfinden.

Wer keinerlei Beeinträchtigungen hinnehmen will von Dingen, die nun einmal zum Leben dazu gehören, sorgt langfristig zum Absterben einer lebendigen Gemeinde, in der alle nur noch ihre Ruhe haben wollen.

Eine solche Haltung wollen wir den Anliegern der Overbergschule keinesfalls unterstellen. Aber es darf auch nicht der Verdacht aufkommen, dass wir eine solche Haltung akzeptieren würden.

Malte Lüttmann (KBR) schlug vor, mit den Anliegern der Overbergschule und den Bürgern des Siedlungsgebietes bis zur nächsten Ratssitzung nochmals Gespräche zu führen. Wir meinen: Sicher keine schlechte Idee, aber die MIndestbedingungen für eine Problemlösung müssen für beide Seiten klar sein. 

Sollen Irrtümer nicht korrigiert werden? Seltsame Ansichten von Bernhard Gerweler (CDU)



Fastabend Homeyers Esch und Fastabend Schulhof beantragen Öffnung des Spielplatzes an der Overbergschule (Februar 2017)

Der Fastabend Homeyers Esch und der Fastabend Schulhof haben jeweils einen Antrag an die Gemeinde Recke gestellt, in dem sie fordern, die nachmittägliche Schließung des Spielplatzes an der Overbergschule zurückzunehmen. Immerhin hätten grundschulpflichte Kinder aus dem Siedlungsgebiet durch einen Sponsorenlauf aktiv an der Aufwertung des Platzes beigetragen, der ihnen jetzt nur begrenzt zur Verfügung steht.

Der Fastabend Homeyers Esch sorgt sich um die Attraktivität des Siedlungsgebietes und schreibt: „Um auch in Zukunft junge Familien mit Kindern zur Nachfolgenutzung von Häusern in der Siedlung zu gewinnen, ist es wichtig, dass wir die vorhandenen Möglichkeiten ausbauen und nicht etwa durch Zäune und Türen „verschließen“.“

Zustimmung von Seiten der Freien Demokraten Recke.

Der Antrag Fastabend Homeyers Esch hier im Wortlaut... 

Antrag Fastabend Schulhof hier im Wortlaut...

Erst Sponsorenlauf dann Spielplatz futsch, zumindest am Nachmittag. Foto: Sponsorenlauf einer Grundschule in Wuppertal mit mehr Erfolg
Erst Sponsorenlauf dann Spielplatz futsch, zumindest am Nachmittag. Foto: Sponsorenlauf einer Grundschule in Wuppertal mit mehr Erfolg


Kompromiss mit den Anwohnern?  - Kind mit      dem Bade ausgeschüttet

Überraschende Erkenntnis In der Dezembersitzung 2016 des Rates. Monika Glasner (SPD) erkundigte sich, was denn jetzt mit dem Schild an der Overbergschule geschehen würde, auf dem deutlich zu lesen ist:

Spielplatz

von 16.30 – 20.00 Uhr

frei für Kinder bis 12 Jahre.

Der Bürgermeister   

Geradezu unfassbar stellte sich daraufhin heraus, dass die Gemeinde nach der Beschlussfassung zur Ballspielfläche (siehe oben) just in der Zeit nach 16.30 Uhr das gesamte Schulhofgelände geradezu hermetisch abschließt. Dazu wurde die Umzäunung extra verstärkt. Damit verlieren die Kinder des Siedlungsgebietes ihren nachmittäglichen Spielplatz völlig.

Kann man das noch, wie der Bürgermeister in dieser Angelegenheit stets betonte, einen Kompromiss mit den Anwohnern nennen?

Das ging in der Ratssitzung selbst Christian Tasche von der CDU-Fraktion zu weit. Selbstverständlich sind wir Freidemokraten der Meinung, dass dieser kinderunfreundliche Missstand sofort geändert werden muss.    

Foto IVZ, durch anklicken vergrößerbar
Foto IVZ, durch anklicken vergrößerbar


Beiträge unten aus 2016

Ballspielfläche an der Overbergschule -  nachmittags geschlossen

„Auch nachmittags geöffnet.“ So titelte die Neue Osnabrücker Zeitung vom 01.07.2014 zur Fertigstellung einer Kunststoff-Spielfläche an einer Grundschule in Lechtingen. In Recke ist das mit einer nahezu baugleichen Anlage schon wesentlich komplizierter. Hier wurde, so Bürgermeister Kellermeier, „ein Kompromiss“ mit den Anwohnern eingegangen, der das Spielen auf die Schulbetriebszeiten begrenzt. Grund: In der Vergangenheit hatten sich Anwohner durch Lärm und verschossene Bälle, die in ihren Gärten landeten, belästigt gefühlt. Die neue Anlage ist allerdings wie ein Käfig umzäunt und lässt solche Aktionen gar nicht mehr zu. Daher stellten wir Recker Freidemokraten einen Antrag mit dem Ziel, von Spielzeitbegrenzungen abzusehen. Dazu gab es seitens des Bürgermeisters – auch hier ganz anders als in Lechtigen – rechtliche Bedenken zur Unterscheidung Spielplatz und Schulhof. Wir empfahlen, zunächst einmal abzuwarten und Erfahrungen zu sammeln, ob eine Spielzeitbegrenzung tatsächlich notwendig ist. Außerdem sollte ein Spielfeld, das immerhin 55 Tsd. Euro gekostet hat, auch von vielen Kindern genutzt werden können.

Letztlich hatten die CDU-Fraktion und einige Ratsherren der SPD eine sofortige Begrenzung der Spielzeiten auf die Schulbetriebszeiten - ohne vorgeschaltetes Erfahrungsammeln - durchgesetzt. Leider fand auch unsere Anrtragsergänzung keine Mehrheit, in der wir anboten, zunächst mit begrenzter Spielzeit zu  starten, aber bei besserer Erfahrungslage in der zweiten Jahreshälfte 2017 erneut über eine Erweiterung zu entscheiden. Schade für die Kinder. Wir Recker Freidemokraten sind in solchen Dingen wesentlich liberaler eingestellt.

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FDP-Antrag-Spielfläche-Overb.GS-07.03.16
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FDP.22.06.16.Spielfeld.Antragsergänzung.
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Einweihung einer fast baugleichen Spielanlage in Lechtingen-Wallenhorst im Jahr 2014. Andernorts weiß man den Spielwert einer Kunststoff-Spielfläche für Kinder zu schätzen -

auch nachmittags geöffnet.

Schluss mit Spielen nach Schulschluss in Recke  – nachmittags geschlossen.