Ortsparteitag 2018

Das schrieb die IVZ vom 06. März 2018:

"Zum ersten Mal hat es bei ihrem Ortsparteitag „digitale Teilnehmer“ gegeben, berichtet die Recker FDP: „Notgedrungen musste Kassierer René Kötting kurzfristig seine Anreise aus Wien absagen und referierte seinen Kassenbericht via Skype.“ Auch Marik Hermann habe aus Köln digital am Parteitag teilgenommen. Für den Vorsitzenden Michael Stroot ist das schon ein Sinnbild für die aktuellen Veränderungen in vielen Bereichen der Gesellschaft, „vor denen man keineswegs Angst haben muss“. Er sei gespannt, wie das Rathaus die von der FDP angemahnte Verbesserung der digitalen Kommunikation mit den Bürgern umsetzen werde.

 

Das Interesse an Politik sei viel größer, als die Rede von der Politikverdrossenheit glauben machen möchte, sagte Stroot. Sein Parteivize Thomas Hermann und er selbst würden oft auf lokalpolitische Themen angesprochen. „Allerdings zögern Menschen, sich parteipolitisch zu binden“, so Stroots Erfahrung. Sie überschätzten dabei meist das Ausmaß an persönlicher Festlegung auf die Parteilinie und unterschätzten die Möglichkeiten, etwas zu verändern. Auch ohne Mitgliedschaft könne man sich bei der FDP engagieren, betonte Stroot.

 

In Rat und Ausschüssen erlebe er „eine hohe Motivation, mit der alle Beteiligten Vorschläge und Ideen einbringen und durch Argumente zu überzeugen versuchen“. Es sei gar nicht nötig, immer der erste mit einem Antrag zu bestimmten Themen zu sein. Die Ideen dahinter speisten sich meist aus vielen Quellen. „Fast kein Antrag wird so abgestimmt, wie er gestellt worden ist, sondern erfährt durch Diskussion und Sachklärung eine bessere Qualität“, findet der Parteichef.

Thomas Hermann und Michael Stroot - im Rat und in den Ausschüssen für Recke aktiv
Thomas Hermann und Michael Stroot - im Rat und in den Ausschüssen für Recke aktiv

Die FDP lege besonderen Wert auf die weitere finanzielle Konsolidierung Reckes: „Die Haushaltslage ist zwar deutlich besser, aber mit Blick auf die Zukunft keineswegs entspannt.“

 

Zudem habe die Pflege der Infrastruktur hohe Priorität. Vieles könne durch Fördergelder umgesetzt werden, doch Stroot warnte auch vor der „Fördergeldfalle“, denn stets müsse auch ein gehöriger Teil aus eigenen Mitteln bezahlt werden. Längerfristige Strukturverbesserungen für Recke sieht die FDP in der Tecklenburger Nordbahn, der Neuordnung von Gewerbeflächen und der Weiterführung der Umgehungsstraße. „Der Parteitag gewährte dem Vorstand Entlastung“, heißt es abschließend."