Kommunalpolitische Ziele 2019

 

Die Ibbenbürener Volkszeitung bat uns 2019 Mitte des Jahres, unsere kommunalpolitischen Ziele im laufenden Jahr darzustellen und schrieb daraufhin in der Ausgabe vom 27. Juni 2019 unter der Überschrift "Gewerbe an die richtige Stelle":

 

RECKE. Die beiden FDP-Vertreter Michael Stroot (Ratsmitglied) und Thomas Hermann (sachkundiger Bürger) beginnen die Auflistung ihrer politischen Ziele mit einer positiven Bestandsaufnahme:

„Wir sind aktuell mit der Entwicklung unserer Gemeinde ein gutes Stück vorangekommen. In den Gremien finden wir tragfähige Kompromisse, konzentrieren uns auf das Mögliche und räumen neuen Ideen Chancen ein. Es hat sich bewährt, dass keine Gruppierung im Rat das alleinige Sagen hat, sondern Argument und Zusammenarbeit entscheiden.“

Zudem habe die Beteiligung von Bürgern und Vereinen in Arbeitskreisen „eine überaus taugliche Arbeitsweise hervorgebracht“. Das will die Freie Demokratische Partei Recke fördern und ausbauen.

Wohnungsbau: Neue Baugebiete befürwortet die FDP, um besonders jungen Familien den Eigenheimbau oder -erwerb zu ermöglichen. „Dazu werden wir uns weiterhin für die verträgliche Änderung alter Bebauungspläne einsetzen“, betont die Partei. Es müsse auch mehr kleinere Wohnungen geben, denn die Zahl von Singles und Kleinfamilien steige. Auf dem DMK-Gelände sollten daher – neben der Ansiedlung eines Versorgungsmarktes – Bauflächen für einen Wohnungsmix ausgewiesen werden.

Gewerbeflächen: „Wir beteiligen uns an der gemeinschaftlichen Aufgabe aller Bergbaugemeinden, den Kohleausstieg zu meistern. Wir nutzen dazu unser Netzwerk freidemokratischer Freunde innerhalb der Nachbargemeinden“, stellen Michael Stroot und Thomas Hermann fest. Die von der Landesregierung zusätzlich zugesprochenen Gewerbegebiete müsse man „gemeinschaftlich an den richtigen Stellen platzieren“. Bei den gemeindeeigenen Flächen befürwortet die FDP „eine Verlagerung eines Teils der bestehenden Gewerbegebiete und die Vergrößerung der Gesamtfläche“. Bei den Beratschlagungen mit Vertretern des Landtages und der Bezirksregierung gemeinsam mit Regierungspräsidentin Dorothee Feller sei deutlich geworden, „dass unsere parteiübergreifenden Zielsetzungen das Bohren dicker Bretter erfordert, wozu wir weiterhin bereit sind“.

 

Gemeindeentwicklung: Aus dem Entwicklungskonzept IKEK sei eine von der FDP mitgetragene Prioritätenliste hervorgegangen: „Wir werden uns für die mittel- bis langfristige Realisierung einsetzen, aber stets auf das Mögliche achten.“ Aktuell sieht die FDP – wenn die beantragten Fördermittel bewilligt werden – gute Chancen für die Sanierung des Hallenbades, die Restaurierung und Neugestaltung des Ehrenhains und der Einrichtung eines Dorfgemeinschaftshauses in Obersteinbeck. Aber: „Die Prioritätenliste ist nicht in Stein gemeißelt. Allen Recker Bürgern sollte die unkomplizierte Gelegenheit gegeben werden, auch weiterhin gute Ideen an Rat und Verwaltung weiterzugeben. Am besten in Form einer digitalen Ideen-Sammelstelle.“ Diese Vorschläge sollten dann mindestens einmal im Jahr vom Rat diskutiert werden.

Gute Chancen - Entwurf Dorfgemeinschaftshaus Obersteinbeck
Gute Chancen - Entwurf Dorfgemeinschaftshaus Obersteinbeck

Digitale Bürgerkommunikation: Schon 2018 angemahnt, sieht die FDP sich beim Thema „digitale Bürgerkommunikation“ nun bestätigt, nachdem die Verwaltung kürzlich die App „Meldoo Plus“ zur Mängelmeldung eingeführt hat. Das sei der richtige Weg, denn durch die Digitalisierung könne vieles einfacher und kostengünstiger erledigt werden.

 

Finanzen: Die Freidemokraten bedauern, „dass wir manchmal den Eindruck haben, als einzige das Thema Finanzen wirklich ernst zu nehmen“. Die zuweilen unangenehme Rolle des Mahners werde man weiter übernehmen. Den Kunstrasenplatz in Steinbeck wünsche sich auch die FDP, aber er dürfe nur mit einem tragfähigen Finanzierungskonzept realisiert werden. Die Neugestaltung der Grundsteuer und höhere Kosten für den Klimaschutz seien künftige Herausforderungen.